Houdoe en bedankt: Gemert, April 2019 

Nach der ereignisreichen Woche in Deutschland stand endlich der Gegenbesuch in den Niederlanden mit den Schülerinnen und dem Schüler des Commanderij College an.
Nach einer circa dreistündigen Fahrt kamen wir – 15 Schülerinnen und 4 Schüler des Gymnasiums Melle – am Montagmittag in Gemert an, wo wir von unseren Austauschpartnern schon sehnsüchtig erwartet wurden. Anschließend wurden wir von dem Direktor der Schule begrüßt, der extra eine Rede auf Deutsch vorbereitet hatte. Sodann stand ein weiterer Empfang an – diesmal beim Bürgermeister, von dem wir etwas über Gemert erfuhren und außerdem niederländische Lakritze kosten durften. Bevor es am Abend um 19.00 Uhr zum Bogenschießen ging, hatten wir noch ein wenig Zeit in den Familien, um diese besser kennen zu lernen. Während manche sich in dieser Zeit zu einem gemeinsamen Spielenachmittag trafen und gemeinsam Essen bestellten – auch hier kam man in den Genuss einiger niederländischer Spezialitäten – gingen andere Eis essen oder schauten Filme.
Am Dienstag fuhren wir, für uns später als gewohnt, um 8.30 Uhr mit dem Bus nach Amsterdam. Dort besuchten wir das Rijksmuseum und bekamen die Möglichkeit, Rembrandts berühmtes Gemälde „Die Nachtwache“ zu bestaunen. Anschließend hatten wir Zeit zum Mittagessen, dabei entschieden sich einige für die Erweiterung ihres kulinarischen Horizontes und probierten niederländische Köstlichkeiten wie Bitterballen (knusprig frittierte Fleischragout-Bällchen), Frikandel oder Pannenkoek, um nur einige zu nennen; andere bevorzugten die amerikanischen Klassiker. Um 14.00 Uhr erwartete uns eine Schiffsfahrt durch die Grachten, bei der wir Amsterdam auch von der Wasserseite kennenlernten. Bevor wir uns um 18.30 Uhr auf den Rückweg nach Gemert machten, stand uns die restliche Zeit zum selbstständigen Erkunden der Stadt zur Verfügung – und zugegeben, dabei suchten wir natürlich auch einige Shops auf, denn wer möchte schon ohne Souvenir nach Hause kommen? Auch wenn es bei unserer Rückkehr in Gemert bereits spät war, trafen sich einige noch zum gemeinsamen Spieleabend, um den Abend ausklingen zu lassen.
Am Mittwoch war es Zeit für uns deutsche Schüler, auch den niederländischen Schulunterricht kennen zu lernen, was uns einige interessante Einblicke gewährte. Anschließend stand Sport bei Fitland auf dem Programm. Dort konnten wir uns beim Klettern an einem 21 Meter hohen Turm, beim Bullenreiten, beim Squashspielen und im Fitnessstudio auspowern. Auch wenn einige aufgrund von im Vorfeld zugezogenen Verletzungen nicht mitmachen konnten, hatten alle ihren Spaß. Zurück in der Schule fingen wir mit unserer Aufgabe an – wir sollten einen Stadtrundgang für Eindhoven ausarbeiten. Am Nachmittag trafen sich einige während der freien Zeit zur Vorbereitung der Snacks für die Abschlussfeier, im Anschluss gingen viele in der Gruppe zusammen in einem Restaurant essen, wo wieder neue niederländische Spezialitäten auf den Tisch kamen. In der Gruppe hatten wir viel Spaß und haben uns noch besser kennengelernt (auch wir Deutschen untereinander). Der Abend wurde mit einer Runde gemeinsamen Bowlings, wobei viel gelacht wurde, beendet.
Am Donnerstagmorgen fuhren wir – einige mit dem Bus, andere mit dem Auto – nach Eindhoven. Dort fand, wie in Deutschland auch schon, eine Selfie-Tour statt, bei der viele lustige Fotos an verschiedenen Sehenswürdigkeiten entstanden. Als diese beendet war, trafen wir uns und machten uns auf den Weg zum CKE, ein Zentrum für Kunst, wo wir gemeinsam eine Erinnerung an den Austausch, in Form zweier Flaggen, erarbeiteten. Eine Flagge für die niederländische Schule und eine für die deutsche Schule, welche in den Schulen aufgehängt werden und uns an die schöne Zeit erinnern sollen. Nach dem Workshop verbrachten viele ihre freie Zeit damit, die Stadt weiter zu erkunden, andere fuhren aber auch wieder nach Gemert und verbrachten die Zeit in den Familien. Am Abend war es schließlich auch schon Zeit für die Abschlussfeier, wo manche einen beschwerlichen Weg zurücklegten – ja, auch Fahrradfahren will gelernt sein. Vor Ort gab es viele selbstgemachte Leckereien, gute Musik sowie Turniere an Kicker- und Hockeytischen unter Lehrern und Schülern. Nach einem sehr gelungenen Abend, bei dem viel getanzt, gespielt und gelacht wurde, fand schlussendlich die Siegerehrung für das am Montag stattgefundene Bogenschießen statt.
Nach einem langen, tollen Abend ging es am Freitag, dem leider letzten Tag, schon wieder früh in die Schule. Dort erstellten wir tolle Plakate zu unseren Selfie-Touren in Eindhoven. Nach dem Eintragen ins Gästebuch der Schule und einem Quiz über den gesamten Austausch gab es einen gemeinsamen Lunch, wofür wieder viele leckere Sachen vorbereitet und mitgebracht wurden – nein, hungern mussten wir nun wirklich nicht :-) Und plötzlich stand dann auch schon der Abschied bevor, wobei kaum ein Auge trocken blieb. So ist es nicht verwunderlich, dass bereits gemeinsame Pläne für die Sommerferien geschmiedet wurden.
Unser Fazit: Eine bereichernde Zeit liegt hinter uns; der Austausch hat uns viele Möglichkeiten gegeben, die andere Kultur besser kennen zu lernen und Freundschaften über die Grenzen Deutschlands hinaus zu schließen.
 
Carmen Sturm und Jana Brinkmann (9F2)