Tanzen verbindet Nationen
Zum Austausch zwischen dem Commanderij College in Gemert und dem Gymnasium Melle 

Februar 2019: Eine aufregende, aktionsreiche und lustige Woche liegt hinter uns und wir möchten deshalb von unserem Austausch mit den niederländischen Schülern vom Commanderij College berichten. So viel sei vorweggenommen: Wir freuen uns schon jetzt auf den Gegenbesuch im April, wenn es für 19 deutsche Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 9 in die Niederlande geht.
Die Woche begann mit normalem Unterricht, während alle deutschen Austauschschüler schon aufgeregt darauf warteten, endlich die zugeteilten Schüler aus den Niederlanden zu empfangen. Nachdem der Bus 15:00 Uhr angeommen war, hatten alle genug Zeit für ein erstes Kennenlernen und um ein bisschen Zeit in den Familien zu verbringen. Um 19:00 Uhr haben wir, 34 Austauschschüler/innen und vier Lehrer, uns in Bünde zum Bowling getroffen. Zwei Stunden wurde miteinander in kleinen Teams gespielt und schon war der erste gemeinsame Abend vorbei und für die Niederländer stand die erste Nacht in der fremden Familie an.
Am Dienstag hatten wir die ersten zwei Schulstunden wieder üblichen Unterricht, so dass die niederländischen Schüler einen Eindruck von unserer Schule und dem Unterricht gewinnen konnten. Danach wurde es für sie Zeit, auch Melle besser kennenzulernen: und zwar während einer Geocaching-Tour, bei der auch wir noch einiges über Melle erfahren konnten. Da es an diesem Tag sehr kalt war, hatten wir uns das Mittagessen mehr als verdient. Den restlichen Tag konnten wir dann selbstständig und frei gestalten. Während einige gemeinsam schwimmen gingen, haben andere sich einen Film im Kino angeschaut oder weitere schöne Dinge unternommen.
Am nächsten Tag mussten wir schon früher als gewohnt aufstehen, denn der Bus nach Bremen fuhr schon um 7:30 Uhr in Melle ab. Nach der Führung durch das Überseemuseum, bei der wir vieles über die verschiedenen Länder und Kulturen lernen und entdecken konnten, startete auch schon die Selfie Tour in kleinen Gruppen. Trotz des leichten Regens war es interessant, sich die Stadt Bremen und ihre Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Bremer Stadtmusikanten, anzuschauen. Um 18:00 Uhr kamen wir wieder in Melle an. Nach diesem Tag hatten sich alle noch besser kennengelernt und konnten mittlerweile schon viel lockerer miteinander umgehen.
Am Donnerstag ging es um 8:30 Uhr vom Meller Bahnhof zum Osnabrücker Planetarium, wo wir für kurze Zeit in ferne Galaxien reisen konnten. Anschließend sollte natürlich auch Osnabrück erkundet werden. Dies geschah auf vielfältige Weise. Doch wir mussten gut planen, wann wir wieder zurückfahren, um pünktlich um 19:30 Uhr bei der Abschiedsparty anzukommen. Dort wurde viel Hogetanzt (unsere Textsicherheit bei vielen aktuellen Songs hatten wir bereits im Bus nach Bremen unter Beweis gestellt) und geschmaust (es gab viele leckere und vor allem selbstgemachte Snacks). Die Party war sehr schön, nur leider viel zu kurz, denn wir hätten noch Stunden damit verbringen können, gemeinsame Lieblingslieder zu hören. Den krönenden Abschluss bot dann die mit Süßigkeiten gefüllte Piñata.
Am Freitagmorgen, zu Beginn des letzten Tages zusammen, wurden Präsentationen über die vergangene Selfie Tour der jeweiligen Gruppen vorbereitet und vorgestellt, bei der viele etwas zu lachen hatten. Danach freuten sich alle Schüler und Lehrer über ein Video mit Fotos der vergangenen Tage, welches Herr Quaedvlieg zum Abschied vorbereitet hatte. Kurz danach traf auch schon der Bus ein, der die Niederländer wieder nach Hause fahren sollte. Doch bevor wir uns verabschieden mussten, hatten viele noch das Anliegen, mit allen Leuten, die am Austausch beteiligt waren, einen Tanz zum Abschied zu tanzen. Dieser wurde im Laufe der Woche häufig getanzt und so zu einer Art Flash Mob des diesjährigen Austausches. Doch direkt danach war es leider Zeit, sich von seinen Austauschschülern zu verabschieden. Hierbei flossen auch einige Tränen.
Die ganze Woche verging wie im Flug, weshalb sich auch alle sehr auf das Wiedersehen freuen. Am besten gefallen haben uns die Selfie-Tour am Mittwoch und die Abschiedsparty. Es war aber auch sehr gut, dass wir freie Zeit bekamen, um selbst Dinge zu planen und zu unternehmen, da dies eine sehr gute Möglichkeit war, sich besser kennenzulernen und etwas über das andere Land und die andere Sprache zu erfahren.
 
Veronika Berg & Anna Trippe, 9F1